Gehackt
Ihre Website ist gehackt.
Was Sie jetzt tun sollten, was Sie besser lassen, und was ich dann übernehme.
Die meisten gehackten Seiten lassen sich retten. Ihre Texte und Bilder sind fast immer noch da, auch wenn es gerade nicht danach aussieht.
Die Angriffe laufen automatisch. Programme klopfen an Tausenden Seiten dieselbe bekannte Stelle ab und nehmen, was offen steht. Es trifft darum selten die interessanteste Seite, sondern die mit der ältesten Lücke.
Noch nicht sicher, ob es wirklich ein Hack ist? Die Anzeichen stehen weiter unten.
Was Sie jetzt tun sollten
Vier Dinge, bevor Sie sonst etwas unternehmen. Sie brauchen dafür keine technischen Kenntnisse.
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Passwörter ändern.
Beim Hosting, bei WordPress und beim E-Mail-Konto, das daran hängt. Sehr oft war ein Passwort der Weg hinein.
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Kein altes Backup einspielen.
Das ist der häufigste Fehler. Oft ist das Backup längst mitbetroffen. Und beim Einspielen verschwinden die Spuren, die zeigen, wie jemand hereingekommen ist. Zwei Wochen später steht dasselbe wieder da.
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Nichts löschen.
Auch nicht, was verdächtig aussieht. Solange alles da ist, lässt sich nachvollziehen, was passiert ist.
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Ihren Hoster nach Backups fragen.
Viele haben Sicherungen, die weiter zurückreichen als Ihre eigenen. Manchmal kostet das etwas, oft ist es das wert. Fragen Sie gleich, ob Ihr Hoster sieht, wann es angefangen hat.
Woran Sie erkennen, dass Ihre Website gehackt ist
Oft sagt es Ihnen jemand anders, bevor Sie es selber sehen. Das sind die häufigsten Anzeichen.
- Google zeigt vor Ihrer Seite eine rote Warnung, oder der Browser blockiert sie ganz.
- Die Seite leitet Besucher auf fremde Adressen weiter. Häufig nur vom Handy aus, darum merken Sie es am Bürorechner nicht.
- In der Google-Suche stehen auf einmal Seiten, die Sie nie geschrieben haben. Meistens auf Englisch, meistens mit Medikamenten oder Glücksspiel.
- In der WordPress-Verwaltung gibt es Benutzerkonten, die Sie nicht kennen.
- Ihr Hoster meldet sich, weil über Ihr Konto Spam verschickt wird.
- Die Seite ist plötzlich sehr langsam, oder Sie kommen selber nicht mehr hinein.
Viele nennen das einen Virus. Meistens ist es Schadsoftware, die über eine offene Stelle auf den Server gelangt ist und dort Dateien verändert hat. Für Sie macht das keinen Unterschied. Für das Aufräumen schon.
Was ich dann übernehme
Zuerst schaue ich mir Ihre Seite an und sage Ihnen, wie tief es sitzt. Danach wissen wir beide, worüber wir reden. Vorher nicht.
- Die Schadsoftware entfernen, damit die Seite wieder normal läuft.
- Herausfinden, wo die Lücke war. Sonst reparieren wir nur das Symptom.
- Die Warnung wegbringen, die Google und die Browser vor Ihrer Seite anzeigen.
- Die Seite so absichern, dass dieselbe Lücke nicht ein zweites Mal offen steht.
Was ich nicht verspreche: dass jeder Fall gleich ausgeht. Manchmal ist eine Seite so tief betroffen, dass ein sauberer Neuaufbau schneller geht als das Aufräumen. Dann sage ich Ihnen das, bevor Sie Geld ins Aufräumen stecken.
Damit es nicht wieder passiert
Ein Hack ist fast immer die Rechnung für etwas, das lange liegen geblieben ist. Ein Plugin, das seit zwei Jahren kein Update mehr bekommen hat. Ein Zugang von jemandem, der schon lange nicht mehr im Betrieb ist. Ein Passwort, das ein Programm in einer Minute durchprobiert hat.
Das Letzte sehe ich am häufigsten.
Nach dem Aufräumen können Sie die Seite laufend betreuen lassen. Updates, Backups und ein Auge darauf, dass alles läuft. Wenn die Seite ohnehin in die Jahre gekommen ist, reden wir stattdessen darüber, was sie eigentlich leisten sollte.
Häufige Fragen
«Ich habe keine Backups. Bin ich jetzt verloren?»
Meistens nicht. Fragen Sie zuerst Ihren Hoster. Viele haben Sicherungen, die weiter zurückreichen als Ihre eigenen, teils gegen eine Gebühr. Und auch ohne Backup lässt sich eine Seite oft bereinigen, statt sie aus einer Sicherung zurückzuholen. Das ist ohnehin meist der bessere Weg. Mit einem alten Backup kommt auch die alte Lücke zurück.
«Sind meine Kundendaten gestohlen worden?»
Das lässt sich erst sagen, wenn wir wissen, was betroffen war. Bei einer Seite ohne Shop und ohne Login sind meistens gar keine Personendaten im Spiel. Wenn doch, kann eine Meldung an den Datenschutzbeauftragten des Bundes nötig werden, aber nur bei hohem Risiko für die betroffenen Personen. Rechtlich beraten kann ich Sie nicht. Ich sage Ihnen, was ich sehe.
«Was kostet das?»
Das hängt davon ab, wie tief es geht. Darum steht hier keine Zahl. Ich schaue mir die Seite an und nenne Ihnen einen Preis, bevor ich anfange.
«Wäre es nicht einfacher, die Seite neu zu bauen?»
Manchmal ja, und dann sage ich das auch. Nur schliesst ein Neubau die Lücke nicht von selbst. Wenn ein Passwort der Weg hinein war, steht die neue Seite genauso offen wie die alte.
«Passiert das nur bei WordPress?»
Nein. WordPress ist einfach am weitesten verbreitet, darum trifft es WordPress am häufigsten. Bei anderen Systemen sind die Muster dieselben.
Schicken Sie mir, was Sie haben.
Die Adresse Ihrer Website, Screenshots, Fehlermeldungen, die Nachricht von Ihrem Hoster oder die Warnung von Google. Auch wenn Sie nicht wissen, was davon wichtig ist. Je mehr in der ersten Nachricht steht, desto schneller sehe ich, woran wir sind.
Ich bin Arto Steiner, Webdesigner in Zürich. Ich baue seit 24 Jahren Websites, die meisten davon mit WordPress.